Erfolgreicher Arbeitseinsatz von und mit dem Bürgerverein SchafsbergWacht e.V.

LIMBURG. Viele freiwillige Helfer sind am vergangenen Samstag dem Aufruf des Bürgervereins „SchafsbergWacht e.V.“ gefolgt. Insgesamt wurden 120 Vogelnistkästen und 30 Bruthöhlen für Fledermäuse angebracht. Damit ist der erste Schritt getan, mit dem die historischen Kastanienallee vor dem Verfall gerettet werden soll.

Dass die etwa 150 Bäume der Kastanienallee im Schafsberg von der so genannten „Miniermotte“ – einem aggressiven, schädlichen Parasiten – befallen sind, ist seit vielen Jahren bekannt. Die SchafsbergWacht hat nun die Initiative ergriffen und das Gespräch mit der Stadtverwaltung, die die Waldeigentümerin ist, gesucht. Die Maßnahme stieß im Rathaus auf ein offenes Ohr und so hat der Vorstand des Vereins gemeinsam mit den lokalen Baumexperten des Naturschutzbundes NABU, der Stadtgärtnerei, der Revierförsterei und Hessen Forst eine mögliche Lösung für dieses Problem erarbeitet und jetzt auch in die Tat umgesetzt!

Insgesamt 120 Nistkästen für Blaumeisen und 30 Bruthöhlen für diverse Fledermausarten hat der gemeinnützige Verein SchafsbergWacht e.V. aus eigenen Mitteln angeschafft. Eine Summe von insgesamt 2.300 Euro wurden in die Hand genommen, um die „Aktion Baumrettung“ zu starten. Dario F. Tripoli vom Vorstand der SchafsbergWacht erläutert: „Die Aktion zielt darauf ab, Blaumeisen und diverse Fledermausarten in der Kastanienallee anzusiedeln. Diese Tiere gelten als die natürlichen Fressfeinde der Miniermotte. Sie sollen dabei helfen, dass die Population der Miniermotte zurück geht. Man spricht hier von einer ökologischen Schädlingsbekämpfung.“

Für die „Aktion Baumrettung“ hat der Verein eng mit Experten zusammengerabeitet. Ein wesentlicher Anteil an den Vorbereitungsarbeiten im Wald wurde durch die Stadtgärtnerei geleistet: Annelie Gobell, Vorstandsmitglied der SchafsbergWacht betont: „Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei haben uns mit Rat und Tat geholfen. In der Planung und bei den Arbeiten. Schließlich muss man bei so einer Aktion vieles beachten: Welche Bäume wählt man aus? Wie groß ist der Abstand zwischen den Nistkästen und aus welcher Himmelsrichtung werden sie angeflogen?“ Nach einer kurzen Erklärung haben die freiwilligen Helfer mit ihrer Arbeit losgelegt. Der Eifer wurde auch glatt belohnt: Kaum waren die ersten Nistkästen an den Bäumen befestigt, zogen die ersten Meisen dort ein… Den Helfern bot sich ein unvergessliches Naturschauspiel!

Dario F. Tripoli ergänzt: „Hiermit ist aber nur der erste Schritt zur Baumrettung getan. Zum einen bedürfen die neuen Nistkästen und Bruthöhlen einer regelmäßigen Reinigung, zum anderen muss mit der Stadtverwaltung sichergestellt werden, dass mindestens zweimal im Jahr das komplette Kastanienlaub aus der Allee entfernt wird. Denn darin findet die Miniermotte ja ihren Lebensraum.“

Wer zur Kostendeckung beitragen möchte, kann den Verein mit einer Geldspende unterstützen. Das Spendenkonto finden Sie unter www.schafsberwacht.de(Quelle: Pressemitteilung SchafsbergWacht e.V.)




Kastanienallee – Start der „Aktion Baumrettung“

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