In  der Tourbeschreibung auf der Webseite Lahntal Tourismus? heißt es: „Diese Etappe besticht durch Ruhe pur“. Und so haben wir den Abschnitt des Lahnwanderweges von Weilburg bis Aumenau auch erlebt. Obwohl Sonntag und trockenes Wetter ist uns kaum jemand entgegen gekommen. Um das Fazit vorweg zu nehmen: diese Etappe ist bis auf den sehr starken Anfang weitestgehend unspektakulär.

Weiburg begrüßt uns mit dem Schloss
Weiburg begrüßt uns mit dem Schloss

Aber von Beginn an. Wir lassen unser Auto am Bahnhof Aumenau stehen und fahren mit der Bimmelbahn nach Weilburg. Hier fahren auch Sonntags stündlich Züge und die Fahrt dauert gerade mal 13 Minuten. Vom Bahnhof Weilburg folgen wir den gelben Zuwegschildern hinauf in die wunderschöne Altstadt zum Startpunkt „hinter dem Rathaus“. Von hier aus geht es bergab zur Lahn und über den sehenswerten Ernst-Dienstbach-Steg auf die andere Lahnseite.

Der Ernst-Dienstbach-Steg
Der Ernst-Dienstbach-Steg

Am Ernst-Dienstbach-Steg beginnt auch schon der interessanteste Abschnitt der Strecke. Wir gehen zunächst die Lahn entlang, werden fast schon spektakulär um zwei Felswände herum geführt und beginnen dann den Anstieg zu einem Pavillion über der Lahn. Erst jetzt bemerken wir, dass wir den heruntergeladenen Track verlassen haben. Dieser führt nämlich vom Ernst-Dienstbach-Steg direkt den Odersbacher Weg hinauf. Gut, dass wir der Ausschilderung gefolgt sind ansonsten hätten wir den besten Teil des Weges verpasst.

Um den Fels herum
Um den Fels herum

 

So machen wir am Pavillion, den wir auf dem Track auch umgangen hätten, eine erste kleine Rast und lassen den Blick über Weilburg schweifen. Weiter geht es nord-ostwärts an Odersbach vorbei und nun beginnt ein langer, nicht sehr abwechslungsreicher Abschnitt durch den Wald. Diesen verlassen wir nach ca. 5 km und erreichen den „Feldbergblick“. Heute lässt sich die sicherlich schöne Aussicht leider nur erahnen. Den Waldrand entlang und über freies Feld gehen wir schließlich an einen kleinen idyllischen Teich vorbei und tauchen wieder in den Wald ein. Es geht den Eisenbach entlang und die auf der Karte verzeichneten Namen zeugen von früherer Bergwerkstätigkeit.

 

Kurz vor Gräveneck (was allerdings am gegenüber liegenden Lahnufer liegt) versperrt uns ein großer, umgestürzter Baum den Weg. Und kurz darauf wird der Weg sehr morastig was allerdings am ausgiebigen Regen der letzten Tage liegen mag. Schließlich überqueren wir die L3452 und den Wirbelauer Bach. Die folgende Passage an dem kleinen Örtchen Falkenbach vorbei ist wieder ein klein wenig interessanter da sie Ausblicke und idyllische Obstwiesen bietet. Danach geht es wieder einmal durch den Wald. Kurz vor Aumenau verlassen wir wieder den heruntergeladenen Track. Hier gibt es, warum auch immer, eine weitere Änderung des Weges. Wir gehen also nicht hinunter zur Lahnaue sondern nähern uns Aumenau auf direktem Wege. Kurz vor Aumenau sehen wir dann doch noch einmal die Lahn wieder.

 

Fazit: Wir waren von dieser Etappe etwas enttäuscht. Lediglich die Anfangskilometer in Weilburg und die  Passage bei Falkenbach haben uns dann doch sehr angesprochen. Leider sieht man über weite Strecken nichts von der namensgebenden Lahn. Die Etappe ist übrigens 19 km lang, 517 m geht es bergauf und 555 m bergab. Einen Geheimtipp haben wir aber dennoch: wir haben auf der ganzen Strecke keine Einkehrmöglichkeit gefunden. Am Ziel in Aumenau findet man aber das Hotel-Restaurant Lahnbrücke. Hier kann man wirklich sehr lecker essen! Es gibt einen kleinen Biergarten und die Bedienung ist super freundlich. Und zum Bahnhof ist  es von hier aus auch nicht mehr weit.

Lahnwanderweg Etappe 13: Weilburg – Aumenau
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7 Gedanken zu „Lahnwanderweg Etappe 13: Weilburg – Aumenau

  • 13. September 2014 um 09:35
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    Schade, dass diese Etappe so wenig Begeisterung hervorrufen konnte.
    Prima, dass es deinen Blog gibt, so kann ich schauen ob es um den attraktiven Teil eine Rundwanderung gibt oder sich stricken lässt 🙂

    Die Fotos von dieser Brücke um den Fels allein wirft ja schon den Wandermotor an

    Liebe Grüße vom Rhein
    Elke

    Antworten
    • 13. September 2014 um 09:49
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      Hallo Elke,

      ja, das ist schade, aber ich denke, man muss auch nicht alles gut finden und wenn es mal nicht so ist, darf man das auch schreiben. Der attraktive Teil ist wirklich sehr attraktiv.

      Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße von der Lahn!

      Jörg

      Antworten
  • 13. September 2014 um 10:08
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    Deine Bilder geben ziemlich genau dein Fazit wieder. Stellenweise sieht es auf der Etappe richtig schön aus und dann auch wieder nicht. Ich finde es durchaus legitim, zu schreiben, wenn es einem mal nicht so gut gefällt.

    Antworten
    • 13. September 2014 um 10:22
      Permalink

      Ja, so haben wir die Etappe halt erlebt Silvana. Die Etappe hat ja auch durchaus einen gewissen Reiz. So sind wir Blogger, immer ehrlich 😉

      Liebe Grüße aus Limburg!

      Jörg

      Antworten
  • 13. September 2014 um 15:50
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    Hallo Jörg,

    eine schöne Wanderung die ich vor 4 Jahren mal gelaufen bin. Allerdings nur Weilburg -Odersbach. Schon alleine die Passage um den Felsen rum war echt toll, hat man nicht alle Tage.

    Deine neue Seite gefällt mir gut, ich surfe oft vorbei um mir neue Wanderwege hier zu suchen.

    Liebe Grüße aus dem Westerwald

    vom Westerwald-blog.de

    Antworten
    • 13. September 2014 um 16:00
      Permalink

      Dankeschön Ulrike! Das ist wahr, der erste Teil der Tour ist „lahntastisch“.

      Liebe Grüße aus Limburg!

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